DER „UNSICHTBARE“ BARCODE – EINSATZMÖGLICHKEITEN UND HERAUSFORDERUNGEN

31/08/2017
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Er ist aus der modernen Gesellschaft und erst recht im Bereich FMCG/CPG kaum mehr wegzudenken: der Barcode. In kaum einem Laden wird heute der Preis noch per Hand in eine Kasse eingegeben. Barcodes, in Deutschland von GS1, steuern Prozesse vor und hinter der Ladentheke. Wo es darauf ankommt, Zeit zu sparen und Daten effizient zu erfassen, wird gescannt – von der Produktion über die Logistik bis zum Point-of-Sale.

Als Strichcode, Balkencode oder Barcode (von englisch bar = Balken) wird eine optoelektronisch lesbare Schrift bzw. ein Symbol bezeichnet, das aus verschieden breiten, parallelen Strichen und Lücken besteht. Der Begriff Code steht hierbei für Abbildung von Daten in binären Symbolen. Die Daten in einem Strichcode werden mit optischen Lesegeräten, wie z.B. Barcode-Lesegeräten (Scanner) oder Kameras, maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.

Überall dort, wo die Artikelnummer automatisch erfasst und verarbeitet werden soll, ist ein Barcode erforderlich – zum Beispiel an der Kasse, im Lager oder beim Wareneingang.
Angewendet wird er auf Verbraucher- und Handelseinheiten. Mit dem EAN-Barcode (oder auch Strichcode) kann die 8- bzw. 13-stellige Globale Artikelnummer (GTIN) verschlüsselt werden. Die EAN-Nummer wird seit 2009 als GTIN – Global Trade Item Number bezeichnet – der Begriff „EAN“ hält sich allerdings hartnäckig.1

Der Strichcode ist in der internationalen Norm ISO/IEC 15420 genormt. Der Inhalt ist durch die Anwendergruppenspezifikation (der Handel) in den GS1* General Specifications festgelegt – zum Beispiel zwei der bekanntesten Anwendungen:

EAN-8 hat 8 Stellen, davon eine Prüfziffer
EAN-13 hat 13 Stellen, davon eine Prüfziffer

Der Standard für die Barcodes kommt von GS1. Der EAN-13-Barcode auf Artikeln ist lange nicht der einzige Anwendungsfall und Code. Ob der GS1-128 als Schlüssel zur Sendungsverfolgung, der GS1 DataBar für Waren mit variablem Gewicht wie Obst oder der GS1 DataMatrix – GS1 Barcodes gibt es heute für viele unterschiedliche Anwendungsfelder und sie dienen nicht nur dem schnellen Kassieren.

BARCODES SICHER UND EFFIZIENT ERSTELLEN

Bei den Barcodes handelt es sich oft um sog. 2D-Codes. Solche zweidimensionalen Codes kodieren die Informationen meistens in der Fläche, wobei die Information dann nicht in Form von Strichen, sondern in Form von (weißen und schwarzen) Punkten enthalten ist. Es wird zwischen gestapelten Barcodes, Matrix-Codes, Punktcodes und einigen weiteren Sonderformen unterschieden.

DAS STUDIO erstellt Ihren gelieferten Barcode sicher und effi zient über die Automation Engine von Esko. Zusätzlich wird jeder Barcode im DTP mit dem REA MLV-2D Barcode Scanner kontrolliert und die Lesbarkeit wird überprüft. Des Weiteren enthält dieser Code-Report Informationen wie Code-Inhalt, Code-Art, Strichstärken sowie eine Qualitätseinstufung.

Durch Global Vision werden alle Barcodes im PDF mit Referenzeinträgen aus der Automation Engine verglichen und durch unser Qualitätsmanagement abschließend geprüft. Im Nachgang werden die Barcodes als Kontrakt-Proof auf einem unserer standardisierten und ISO-zertifizierten Großformatdruckern wie dem Epson Stylus Pro 9900 ausgegeben, um die Qualität zu kontrollieren.
So wichtig, wie die entsprechenden Barcodes sind, so lästig sind diese auch oft, nehmen Sie doch Platz weg für z.B. Grafiken und Produktinformationen. Besonders bei kleineren Verpackungen mit mehreren Sprachen wird es oft eng oder es müssen zusätzliche Artworks erstellt werden, da kein Platz für alle Informationen zur Verfügung steht. Als Lösung bieten sich auf den ersten Blick „unsichtbare“ Barcodes an, die z.B. zur Sicherung von Waren im Rahmen des Kopierschutzes der Originalverpackung eingesetzt werden.

DER „UNSICHTBARE“ BARCODE ALS MUSTER IN FARBFLÄCHEN

Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Besonders für den Bereich Fälschungssicherheit werden schon lange UV-basierte Barcodes gedruckt. UV (Ultra-Violet) und IR (Infra-Red) sind gängige Verfahren, um fälschungs-„sichere“ Verpackungen zu entwickeln. Dabei werden die Codes mit für das bloße Auge unsichtbarem UV-Lack bzw. Tinte gedruckt, die nur mit bestimmten Lesegeräten oder UV-Schwarzlicht sichtbar gemacht werden können. Dies ist eine Option zur Fälschungssicherung, aber nicht für den Ersatz des EAN-Codes. Hierfür bieten sich Lösungen wie die der Firma Digimarc an – einer Variante, die von der entsprechenden App, aber eben auch von vielen führenden Kassensystemen gelesen werden kann und auch nicht als Barcode erkennbar ist. Bei diesem Verfahren kommt ein einem Wasserzeichen ähnlicher Prozess zur Anwendung. Der Code wird dabei als kaum erkennbares Muster in z.B. Farbflächen versteckt und ist nur mit der entsprechenden App oder einem Kassensystem auszulesen.

Der Vorteil daran: Einen solchen unsichtbaren Barcode kann man unzählige Male überall auf der Verpackung anbringen, sodass der Scanner ihn unabhängig von der Lage der Ware erkennen kann. Da der Code ohne entsprechendes Lesegerät kaum zu erkennen ist und an unzähligen Stellen versteckt ist, lässt sich dieses System kaum fälschen.

Der Digimarc Code kann mit allen gängigen Druckverfahren verwendet werden. Die Einsatzfähigkeit des Verfahrens wird u.a. von GS1 bestätigt, mit dem Digimarc eng kooperiert. Auch die verbesserte Lesbarkeit am Point-of-Sale ohne das Auftragen von zahlreichen sichtbaren Barcodes ist eine Möglichkeit, für die sich viele Händler interessieren.

Sprechen Sie uns zu dem Thema an – wir sind der passende Umsetzungspartner für Sie.

Wenden Sie sich direkt an: Björn Hegner, b-hegner@das-studio.de

1Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Strichcode#cite_note-6
*https://www.gs1-germany.de/ – der Organisation, welche die herstellerspezi schen Barcode-Basisnummern vergibt.
Quelle für Barcode-Beispiele:
http://www.logical-concepts.de/blog/barcode-typen/
Bild-Quelle: https://www.digimarc.com/application/retail, all rights are with Digimarc, Copyright Digimarc, 2017


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